Beat Drittenbass
lanciert in der Ostschweiz Veranstaltungen für die ältere Generation
Beim «1. Staubera Run» wird der Aufstieg zur offiziellen Rennstrecke. Eine Herausforderung, welche mit einem grossartigen Panorama belohnt wird.
Frümsen Die Beine brennen wie Feuer, der Puls rast und der Blick ist stur auf den steilen ruppigen Pfad gerichtet. Das ersehnte Ziel bleibt fast den gesamten Aufstieg von 1 260 Höhenmetern über verborgen. Erst auf den letzten paar hundert Metern ebnet sich der Weg endlich und der Berg gibt den Blick frei: Ein atemberaubendes Panorama über das Rheintal auf der einen Seite, die schroffen, majestätischen Felsen des Alpsteins auf der anderen. Sportlerinnen und Sportler aus nah und fern haben diese kräftezehrende Strecke schon einmal bezwungen und dabei ehrgeizig die Uhr gestoppt. Die Jagd nach der schnellsten Zeit auf diesen äusserst steilen 7,62 Kilometern erhält in rund drei Wochen – am 9. August – einen offiziellen Rahmen.
Die Idee, aus dem lockeren Freizeit-Wettbewerb ein offizielles Rennen zu machen, stammt von zwei Rheintalern, deren Lebenswege viele Gemeinsamkeiten aufweisen: Dominik und Ramon Mattle, beide 27 Jahre alt, kennen sich schon seit der Spielgruppe und sind bis heute beste Freunde. Dominik arbeitet als Store Manager in der Augenoptik, Ramon im Marketing. Was die beiden seit ihrer Kindheit in Hinterforst verbindet, ist die Liebe zur Natur: Ob auf dem Rennvelo, beim Joggen oder beim Wandern – die Bewegung in der heimischen Bergwelt ist ihr Lebenselixier. «Genau diese Leidenschaft möchten wir weitergeben und möglichst viele Menschen für unsere einzigartige Natur begeistern», erklären die beiden, die heute in Oberriet und Altstätten leben. Aus einer spontanen Idee am Berg reifte in unzähligen Stunden detailverliebter Planung ein echtes Herzensprojekt für die «Community» der Berg- und Trailläufer.
Das sportliche Konzept des Laufs bricht bewusst mit den Konventionen grosser Massenevents. Gestartet wird an der Talstation in Frümsen individuell zwischen 9.30 und 10.30 Uhr, wobei die ambitionierten Läuferinnen und Läufer den Anfang machen. Da die Bergwege an vielen Stellen schmal sind, sorgt dieser Modus für Sicherheit und verhindert Staus. Zudem fängt es den Geist des Berglaufs perfekt ein: Im steilen Fels kämpft am Ende jeder vor allem gegen den eigenen inneren Schweinehund. Eine strategische Besonderheit ist die freie Routenwahl: Die Strecke führt ausschliesslich über die offiziellen Wanderwege, doch an Weggabelungen dürfen die Teilnehmenden selbst taktieren. Wählt man die direktere, extrem steile Variante oder die etwas längere, dafür kraftschonendere Route? Auch für die Sicherheit ist gesorgt: Ein umfassendes Notfallkonzept steht bereit, und bei gefährlichem Unwetter wird der Lauf im Sinne der Athleten verschoben.
Im Zielbereich beim Berggasthaus Staubern wird bewusst keine grosse Party stattfinden, sondern das gemeinsame sportliche Erlebnis im Vordergrund stehen. Neben einem Finisher Bag für alle Teilnehmenden wartet auf die jeweils drei Schnellsten jeder Kategorie eine feierliche Siegerehrung mit Sachpreisen. Die Organisatoren blicken mit grosser Vorfreude auf den Anlass: «Weit mehr als die Hälfte der 100 Startplätzen ist bereits vergeben» teilen sie in den sozialen Medien mit. Wer bei dieser geschichtsträchtigen Premiere dabei sein und seine ganz persönliche «Staubera Ziit» offiziell erfassen möchte, sollte sich mit der Anmeldung beeilen.
Von Angela Haldimann
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